Und die Welt ist eine andere

Das Weihnachtswunder im Krippenspiel des Kindergartens

Es ist jedes Jahr aufs Neue eine wunderschöne Gelegenheit der inneren Einkehr, der stillen Freude und des Besinnens auf die christliche Botschaft: das adventliche Krippenspiel des Kindergartens St. Josef. Von der Verkündigung der Volkszählung in Bethlehem bis hin zum großartigen Ereignis der Geburt Jesu widmet sich die Aufführung mit allen Kindern des Kindergartens in Schauspiel, Musik und ausdrucksstarken Bildern dem Wunder, das sich einst in diesen biblischen Tagen zugetragen hat.

Und natürlich erzählt das Singspiel auch, welch finsteres Tal die erschöpfte Maria und ihr Josef zunächst noch bei der schier aussichtslosen Suche nach einer Unterkunft in Bethlehem durchschreiten mussten: Absage an Absage reiht sich aneinander in den Herbergen der Stadt, kein Wirt kann oder will der hochschwangeren jungen Frau und ihrem Mann in ihrer Notlage helfen und ein Zimmer für die Nacht bieten. „So ziehen wir von Tür zu Tür und bitten, lasst uns ein!“, zeichnet der Kindergartenchor die wachsende Verzweiflung des jungen Paares nach, musikalisch getragen vom Hortorchester aus Xylofonen und Gitarren. „Wir sind besetzt, haben keinen Platz, ihr kommt hier nicht herein!“, lautet ein ums andere Mal die bittere Auskunft an den Herbergspforten.

Bild Homepage Krippenspiel 2025

Doch dann wendet sich das Schicksal doch noch zum Guten, in einem einfachen Stall unter Tieren und auf Stroh. Der leuchtende Stern am Himmel zeigt es der ganzen Menschheit an, der Engel der Verkündigung verbreitet es im Erdenrund: Der König aller Menschen ist geboren, das Jesuskind, der Sohn Gottes.

Jesus erblickt das Licht der Welt, ja er ist das Licht der Welt – er sendet sein Strahlen, seine Wärme und Liebe an die Menschen. Ein Gedanke, den das diesjährige Schlusslied des Krippenspiels, „Endlich sehe ich das Licht“ aus der Neuverfilmung von „Rapunzel“, dann in schönste Worte kleidete. Wie alle Lieder wurde auch dieser Song vom Kinderchor vorgetragen und vom Hortorchester begleitet. Mit dem verheißungsvollen Licht vergehen alle Schatten, die Dunkelheit entschwindet, und das Leben ist von da an ein anderes. „Es ist warm und traumhaft schön, und die Welt hat sich verändert. Tief in mir kenn ich die Bedeutung, was ich seh, bist du“, heißt es in diesem wunderbaren Stück Musik. Auf wen könnten diese poetischen Zeilen besser zutreffen als auf Jesus?

Torsten Blaich, Erzieher

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